2019

Dienstag der 19.Februar 2019, Berlin

(HV)Berlin ist immer eine Reise wert, ist ja so ein „geflügeltes Wort, bzw. Satz“, der heute für uns seiner Bedeutung voll gerecht wurde. Unter dem Motto „Nudeln machen glücklich“ fand unter der Regie von Nick und Martina Tschirner im Sanitätshaus Hempel ein Kochkurs für Schlaganfallpatienten mit Halbseitenlähmung statt. Nick, der durch einen Unfall ein Schädel-Hirn-Trauma erlitt und seine Mutter Martina sind schon des längerem als Autoren von zwei sogenannten „Einhänderkochbüchern“ bekannt und stellen seit kurzem diese Rezepte in interaktiven Workshops vor. Was vor der Erkrankung selbstverständlich war, ist für viele, seit dem Leben mit den meist gravierenden Handicaps, zu einer großen Herausforderung geworden. In fast allen Fällen ist man auf die Hilfe anderer angewiesen und kann kaum noch aktiv und selbstbestimmt in der Küche und am Herd agieren. Das es aber auch wieder Spaß machen kann, sich selbst aber auch Familie und Freunde mit leckerem, selbst zubereitetem Essen zu „verwöhnen“ war eines der Themen des heutigen Workshops. Die Tschirners hatten dafür diverse „Alltagshilfen“ mitgebracht mit denen auch Menschen mit einer Hemiparese relativ leicht grundlegende Küchenarbeiten ausführen können.
Ein 2-Gänge-Menü, bestehend aus einem angemachten Feldsalat und Käsecroutons sowie eine Pasta-Gemüse-Pfanne, stand heute Abend auf der Speisekarte. Nach einer kurzen Einführung in die Zutatenliste und die Küchenutensilien wurde auch sofort losgelegt. Unter Hilfestellung der beiden Buchautoren wurde der Salat gewaschen und geschleudert, das Dressing zubereitet, die Nüsse karamellisiert und die Croutons mit Käse bestrichen. Diese sollten dann in einer eigens dafür vorbereiteten beschichteten Pfanne geröstet und überbacken werden. Und siehe da, was dann auf den Tisch kam, konnte sich sehen lassen. Neben dem Zubereiten der Speisen durfte das gemeinsame Verzehren an einem schön gedeckten Tisch natürlich nicht fehlen. Beim zweiten Gang erhöhte sich dann der Schwierigkeitsgrad etwas, wurde aber von allen sehr engagiert und mit Bravour gemeistert. Die bereitgestellten Hilfsmittel erleichterten das „schnippeln“ der verschiedenen Gemüsesorten und verschafften dem einen oder anderen gleichzeitig ein kleines Erfolgserlebnis. Bei so einigen Teilnehmern, konnte man die Freude und den Stolz über das „Selbstgemachte“ direkt im Gesicht ablesen. Beim Umgang mit scharfen Messern und heißen Herdplatten stand Martina Tschirner hilfreich zur Seite, so dass die Erkenntnis, mit etwas Übung und etwas mehr Selbstvertrauen geht doch wieder was, ein Ergebnis des Kochkurses war. Auch der zweite Gang, der auf den Tellern liebevoll angerichtet war, konnte sich sehen lassen und war somit eine tolle Selbstbestätigung für die „Köche“ in diesem Workshop. Leider lief uns dann etwas die Zeit davon, denn unser „Heimbringer“ wartete schon vor der Tür. Wir bedanken uns ganz herzlich bei den Initiatoren und Veranstaltern, die diesen Abend für uns zu einem ganz besonderen Erlebnis gemacht haben. Aber auch denen, die uns durch Ihre Unterstützung diese Fahrt nach Berlin erst ermöglicht haben, gilt unser besonderer Dank. Nur mit Hilfe des Ärztenetzwerk „HaffNet“, die uns großzügig bei der Finanzierung der Reisekosten geholfen haben, konnten wir dieses heute für unsere Mitglieder erst möglich machen.( Bilder )

Mittwoch der 13.Februar 2019, DRK-Sozialstation Torgelow

(HV)So unruhig wie heute war es wohl noch auf keinem unserer Gruppentreffen, jedenfalls auf keinem wo ich dabei war. Eine gewisse Nervosität lag zwar schon seit einigen Wochen in der Luft aber heute erreichte sie ihren Höhepunkt. Grund dafür ist der seit längerem „ungeklärte Status“ unserer Gruppe, den wir in der DRK-Sozialstation in Torgelow haben. Auf Grund von Personalproblemen, wie sie ja derzeit im Pflegebereich überall bestehen, kann man auch uns nicht mehr das komplette „Rundum-Sorglospaket“ zur Verfügung stellen. Was über die vielen Jahre, die unsere SHG in Trägerschaft des DRK-KV besteht möglich war, muss für uns jetzt auch neu geordnet werden. Das hat für viel Wirbel unter den Gruppenmitgliedern gesorgt und die eine oder andere Irritation ausgelöst. Einige Missverständnisse haben zu Unverständnis geführt, was der Grund für die seit Wochen bestehende schlechte Stimmung ist. Nach einem Gespräch mit unserer Ehrenamtskoordinatoren beim DRK-KV gab es endlich konkrete Aussagen und Festlegungen die auch wir jetzt so akzeptieren müssen. Nun ist es an uns, den Begriff Selbsthilfe wieder etwas, im Rahmen der Zusammenarbeit mit unserer Trägerorganisation, neu zu definieren und uns in der einen oder anderen Sache doch mehr selbst zu helfen. Die Lösungsansätze dafür haben wir heute diskutiert und glauben mit etwas mehr Engagement eines jeden Einzelnen eine zufriedenstellende Lösung zu finden.
Bei all den „Problemen“ die heute auf dem Tisch lagen kam eines doch viel zu kurz und soll hier aber auch noch einmal erwähnt werden. Monika W., die relativ neu in unsere Gruppe ist, hatte vor kurzem Geburtstag und für uns alle heute Kuchen gebacken. Es war eine tolle Geste Ihrerseits die im ganzen „Trubel“ fast unterging. Dafür jetzt noch einmal herzlichen Dank und unsere Glückwünsche mit auf den Weg.

Mittwoch der 30.Januar 2019, DRK-Sozialstation Torgelow

(HV)Ganzkörpertherapie durch Schall, mit Schwerpunkt Neurologie, war das Thema unseres heutigen Gruppentreffen. Dazu hatte sich Herr Wolfgang Ludwig vom Phönix-Institut aus Grünheide in Brandenburg mit seinem Equipment bei uns angemeldet. Eine Schallwellen-Massagematte mit der die sogenannte Sound-Wave-Therapie durchgeführt werden kann, hatte er in seinem Gepäck. Die Wirkungsweise beruht auf musik- und toninduzierten Vibrationen, die eine Ganzkörperstimulation erzeugen sollen. Auch bei Schlaganfallpatienten sollen Defizite im Bereich Sprache, Bewegung und Körperwahrnehmung damit verbessert werden können. All das haben wir uns von Herrn Ludwig ausführlich erklären und im Selbstversuch demonstrieren lassen. Ein Nachmittag mit vielen neuen Erkenntnissen, die von jedem Einzelnen jetzt verarbeitet werden müssen. Wie bei so vielen Hilfs-, Heil- und Therapiemitteln gilt auch hier, nicht alles hilft jedem gleich gut. Für die Informationen sind wir Herrn Ludwig sehr dankbar und der eine oder andere wird bei Bedarf darauf zurückgreifen können.

Mittwoch der 16.Januar 2019, DRK-Sozialstation Torgelow

(HV)Das neue Jahr fing für uns doch recht unspektakulär an. Gesehen hat sich so gut wie noch keiner von uns und somit hallten auch noch Neujahrsgrüße und allerlei gute Wünsche zum Anfang durch den Raum. Eine „Drohung“ aus dem vergangenen Jahr, uns anlässlich ihres zurückliegenden Jubiläum mit Kaffee und Kuchen zu versorgen, wurde von unserer Evi dann aber auch gleich heute war gemacht. Das was ein ungarisch/schwäbisches und seit einigen Jahren in Vorpommern eingebürgertes „Gutsle“ aus dem Backrohr zauberte, konnte sich sehen lassen. Da man ja gelernt hat nicht mit vollem Mund zu sprechen, war es doch für eine ganze Weile recht still an unserem Tisch. Ein gutes Zeichen dafür, dass es allen hervorragend geschmeckt hat!
Auch wenn das Jahr noch sehr jung ist, gab es doch schon einiges organisatorisches zu erörtern und die eine oder andere Sache, was die Gruppenarbeit betrifft, zu besprechen. Somit konnten wir schon einen großen Teil unserer finanziellen Eigenbeteiligung zur solidarischen Finanzierung der Gruppenarbeit kassieren und einige Vorschläge für die noch offenen Termine einsammeln.
Des Weiteren gesellte sich ein neues Mitglied zu unserer Gruppe. Erich D. aus Ueckermünde/Bellin, der selbst schon diverse Erfahrungen mit unserem Krankheitsbild gemacht hat, kam ganz spontan zu unserem heutigen Gruppentreffen. Seit längerem beobachtete er schon unsere diversen Aktivitäten und entschloss sich jetzt doch bei uns „anzuklopfen“. Ein Entschluss, den er nach eigener Aussage nicht bereuen wird. Mit der Vorfreude auf ein weiteres interessantes und für alle wohltuendes Jahr in unserer Gemeinschaft beendeten wir dann auch unser Treffen und wünschten uns gegenseitig einen schönen Heimweg.

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